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All Baby & Kind Family

Wochenbett // Meine emotionalste Zeit nach der Geburt

Vom schönsten Erlebnis „Die Geburt“ ins nächste emotionalste Erlebnis „Das Wochenbett“ 

Mein Wochenbett.

 

Zu keinster Phase in meinem Leben durchlebte ich jemals sowas aufregendes, liebevollstes und emotionalstes wie zum Zeitpunkt der Entstehung meiner Kinder. Angefangen von der Schwangerschaft, die Geburt und bis hin zum Wochenbett. In den ersten drei Schwangerschaften konnte ich mein Wochenbett so gar nicht genießen, ständiger Besuch, vollen Terminkalender und die hohen Anforderungen an mir selbst. Aber in meiner letzten Schwangerschaft die gerade mal 7 Wochen her ist, haben mein Mann und ich viel über die Zeit nach der Schwangerschaft gesprochen. Wir haben uns ganz fest vorgenommen es dieses mal „richtig“ zu machen. Meinem Körper die Ruhe zu gönnen um sich zu heilen, die Zeit mit dem kleinen neuen Erdenbürger zu genießen, sich kennenzulernen und einfach mal nichts zu tun. Leichter gesagt als getan, denn mit Vier Kindern hat man so einiges zu tun. Aber ich wollte es so sehr. Mein Wochenbett.

Kaum war der kleine Mann geboren fing wohl die zweit schönste Zeit in meinem Leben an. Noch nie hatte ich so viele Emotionen gleichzeitig. Lachen, weinen, schwitzen und heilen. Und dank meines Mannes, war es eine wunderschöne aufregende Zeit. Er half mir wirklich sehr. Er war da wenn ich ihn brauchte, er kümmerte sich großartig um die drei anderen Mäusen Zuhause, brachte sie zur Schule und in die Kita, kochte Essen, machte die Wäsche und erledigte immer den Einkauf und 1x die Woche genoss ich den Luxus einer Putzfee. Die ersten zwei Wochen verbrachte ich fast ausschließlich im Bett mit meinem Baby und den Kids, wir schauten Filme und kuschelten ganz viel. Es war wundervoll irgendwie magisch. Aber nicht alles schien perfekt, denn mit dem Milcheinschuss kam eine schlimme Zeit. Ich weinte und weinte, hatte Angst mein Baby zu stillen und mein kopf war schon immer bei der nächsten Stillmahlzeit, vor der ich mich so fürchtete. Ich hatte mit wunden und fleischigen Brustwarzen zu kämpfen. Ich war am ende, ich hatte so viele Mittelchen ausprobiert bis ich den Tip bekam die Brustwarzen lasern zu lassen. Es wirkte Wunder! Nach 4 Tagen lasern wurde es schlagartig besser und nach einer Woche konnte ich schmerzfrei stillen. Meine Brust war komplett geheilt. Endlich konnte ich es genießen.

Ab der dritten Woche verlasste ich so langsam das Bett und fing an es ums Bett herum zu genießen, unser erster Spaziergang und der erste Besuch kam, aber alles nur stück für stück ohne jeglichen Zeitdruck. Ich bat meinem Besuch spontan zu fragen ob es gerade passt, denn ich wollte uns nicht stressen. Hätte mir jemand vor Jahren gesagt das ich mal so entscheiden würde, meine Bedürfnisse NEIN unsere Bedürfnisse an erster stelle zu stellen, hätte ich gelacht. Ich musste es lernen, denn niemand gibt uns diese Zeit zurück. Die Geburt ist jetzt 7 Wochen her, die Zeit verflog nur so dahin und ich bin schon etwas traurig das mein Wochenbett vorbei ist. Es war eine wunderschöne Zeit mit höhen und tiefen.

Für mehr Selbstliebe

eine Liebeserklärung an meinem Körper

Und nicht zu vergessen das mein Körper großartiges geleistet hat, er schenkte mir vier wundervolle Kinder, nährte sie, beschützte sie und ließ sie in mir wachsen. Welle für Welle brachte mein Körper mich näher zu meinen Kindern und gab ihn das Leben in meiner Hand. Er bereitete sich auf das Leben ausserhalb des Körpers vor. Er gibt meinem Baby Nahrung und heilt sich selbst von innen, was geblieben ist sind die Narben auf meiner Haut, jeder Riss ein Zeichen für das Leben was in mir wuchs. Nach vier Kindern ist mein Bauch gezeichnet, gezeichnet vom Leben, nicht mehr straff und schlank, aber für mich Wunderschön. Danke du hast wundervolles verbracht.

 

Pepe_Julia Sass00006

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Comments (2)

  1. Liebe Sarah,
    so schade, dass auf so einen schönen Artikel noch keiner einen Kommentar dagelassen hat. Umso mehr freue ich mich die Erste zu sein. Als werdende Mami hat mich alles sehr berührt was Du geschrieben hast und was in Dir vorgegangen ist fühlbar gemacht. Eine Träne in den Augen, immer wieder mit dem Kopf nickend und sich mit Dir freuend habe ich alles zweimal gelesen. Danke für diesen schönen Impuls, ich werde versuchen mein Wochenbett wirklich genießen zu können. Du bist eine starke, beindruckende Frau und ich ziehe wirklich meinen Hut vor Dir und Deinem Körper, der vier so wundervolle Wesen auf die Welt gebracht hat. Danke dass Du Deine Gedanken und Emotionen mit uns teilst. Ich finde Du bist so eine tolle Mama und man merkt wie voller Liebe Du bist. Das kommt dann auch vielfach zurück! Alles alles Liebe aus dem Süden!

    1. Liebe Sabine,

      jetzt muss ich erstmal ein Tränchen verdrücken.
      Vielen vielen lieben Dank für deine liebevolle Antwort und danke fürs lesen.
      Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenbett und gib deinem Körper die Zeit zu heilen.

      Alles liebe für euch.
      Ganz liebe Grüße und fühl dich gedrückt.
      Sarah