Pepe_bnw

Baby & Kind Family

Wir // Sechs Monate zu sechst

 

Pepe_Makro_Julia Sass00019

 

Neben dem Beitrag zu meinem Wochenbett, wir dieser hier auch eine Achterbahn der Gefühle werden. Warum? Die ersten 6 Monate mit unserem Pepe sind schon rum und mir kam es vor wie Tage. Beim ersten Kind kann man kaum erwarten, dass es anfängt zu krabbeln, man fiebert dem Tag entgegen wenn man mit dem ersten Brei anfangen kann und jaaaa wann macht das Würmchen die ersten Schritte??

Und jetzt hofft man das die Tage ganz langsam vergehen, das Würmchen soll bitte noch ganz lange Baby bleiben und die erste Kleidung muss noch ganz lange passen. Man weiß jetzt nämlich ganz genau wie schnell die Zeit mit Baby verfliegt, ich weiß es leider ganz genau… Meine Große Tochter wird bereits 13 Jahre alt.

 

Geschwisterbilder_Julia Sass00001

 

Sechs Monate WIR

Unser kleiner Pepe wurde am 27.November 2017 geboren und ich hab mir ganz bewusst die Zeit zum genießen, beobachten und aufsaugen genommen. Ich wollte keine Minute verpassen, unseren Bedürfnisse nachgehen und uns die Zeit nehmen, die Zeit zu sechst. Die ersten Wochen waren die emotionalsten, ich weinte viel – nicht aus Traurigkeit, nein aus Liebe. Ich konnte mein Glück kaum fassen, mein Glück drei stolze große Geschwister für unseren Pepe zu haben. Er wurde mit so viel Liebe empfangen, dass es nicht in Worte zu fassen ist. Bereits unsere Heimfahrt aus dem Krankenhaus war so besonders, der Papa holte uns mit dem frischen großen Bruder ab, der voller stolz sein Brüderchen mit ins Auto brachte und im Auto kein Blick von ihm lies. Die Mädchen wollten unbedingt Zuhause bleiben und später wusste ich auch warum! Sie haben alles so schön hergerichtet, es wurde Kuchen gebacken, Ballons aufgehangen und sogar ein wunderschöner Strampler lag auf dem Tisch. „Willkommen kleiner Bruder“.  Ja da waren wir jetzt, alle vereint und gemeinsam Zuhause. Es wirkt immer noch so surreal. Wir sind sechs! So wundervoll… Die ersten Tage verflogen nur so dahin, wir machten nicht viel! Kuscheln, schlafen und essen. Wir nahmen uns die Zeit uns gemeinsam an die neue schöne Situation zu gewöhnen, Zeit zum heilen und kennenlernen. Auch der neue  große Bruder musste sich in seine neue Rolle als großer Bruder finden, schließlich war er jetzt nicht mehr der kleinste, davor hatte ich am meisten Angst. Angst das er sich abgestoßen fühlt und eifersüchtig wird. Jetzt 6 Monate später kann ich sagen, die ganzen Sorgen waren völlig unbegründet, er ist so ein toller großer Bruder. Keine Eifersucht,nichts… Er liebt ihn so wahnsinnig doll, jeden morgen wird erstmal geknutscht und gekuschelt, es wurde hier zum richtigen Morgenritual. Mein Herz hüpft jedes mal! Noch voll mit Hormonen, wusste ich nicht wohin mit meiner ganzen Liebe (Ok das weiß ich heute auch noch nicht) Ich weinte viel, ich weinte einfach beim Anblick meiner Kinder. Es war nicht alles rosarot, da waren auch die nicht so tollen Momente – Unsere Stillschwierigkeiten, meine ständige Angst vorm nächsten anlegen. Ich hatte so schlimm mit wunden Brustwarzen zu kämpfen, ich war einfach am ende, aber aufgeben kam für mich nicht in Frage. Da war der tollste Mensch an meiner Seite, mein Mann. Der mir immer den Rücken stärkte und mir Mut zu sprach und sogar mir den kleinen anlegte, weil ich es nicht mehr konnte. Ich hatte euch davon schon ja in meinem Wochenbett Beitrag erzählt _  hier könnt ihr unser Wochenbett nachlesen.

 

Wir lebten uns nach und nach zusammen ein und ich werde nie die Bilder in meinem Kopf vergessen, wie die stolzen Geschwister den kleinen Mann mit liebe überschütten. Eines was mir immer wieder klar wurde, war der Gedanke was für ein Geschenk wir doch haben, vier gesunde Kinder zu haben. Jedes Kind hat hier eine spezielle „Vorliebe“ mit dem kleinen Brüderchen – Cheyenne unsere größte liebt es mit dem kleinen auf der Couch zu entspannen und schafft es immer Pepe auf ihrer Brust einschlafen zu lassen, Chanice singt immer ihre Lieblings-Lieder vor und es gefällt ihm so sehr und Matteo ist durch seinen kleinen Bruder so gewachsen, er hat so viel gelernt. So einfühlsam & der kleine Clown, der genau weiß wie er seinen Bruder zum lachen bringt, aber auch der kleinste im Bunde hat uns was gelernt – Ruhe & Geduld und die dinge so zu nehmen – auch wenn sie gerade nicht so geplant waren. Den Fokus auf die wichtige und besonderen Momente zu legen.

Ja uns so vergehen unsere Tage, mit sehr wenig schlaf, aber sie vergehen! Auch nach sechs Monaten läuft noch nicht alles rund, Termine können wir noch nicht so wirklich einhalten, wir kommen nie Pünktlich – entweder schreit einer, der eine hat eine volle Windel oder ich versuche nach 4 Tagen mal zu duschen und wenns dann klappt, versemmel  ich darunter meine Zeit und genieße gerade das Wasser, was ich dann die nächsten Tage wieder nicht zu Gesicht bekommen werde. Lach! Mal abgesehen von meinem 6 Maschinen Wäsche alle zwei Tage… Puh ich finde es gibt nichts schrecklicheres, kann das jemand von euch toppen?

In diesen sechs Monaten ist so unglaublich viel geschehen. Erstes Weihnachtsfest zu sechst, unser erster gemeinsame Urlaub mit Baby Pepe, das erste Lächeln, die ersten Greifversuche, die erste Drehung und nicht zu vergessen der Beikoststart, der so ganz anders läuft als wie es gedacht habe. so viel besser & anders – den Plan hab ich gepflegt über Board geworfen. Bin gespannt was uns die nächsten sechs Monaten bringen, wir hoffen auch endlich unser Traum vom Haus zu verwirklichen.

Familyshoot by Julia Sass Photography

 

Leave a Comment

Comments (2)

  1. So wunderschöne Worte, vielen Dank das du uns teilhaben lässt. Mir kamen die Tränen. 😘 Danke ( november17baby )