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Baby & Kind Family

Mitten ins Herz – Hallo kleiner Schatz // Unser Geburtsbericht

Nun sitze ich hier und verfasse wohl einer der emotionalsten Beiträge die ich je geschrieben habe, morgen ist es schon soweit unser viertes Wunder wird schon 1 Jahr! Ja genau 1 Jahr. Ich kann es noch gar nicht glauben wie schnell das erste Jahr verflog. Ich hatte mir so oft vorgenommen endlich den Geburtsbericht zu schreiben, aber ich war nie wirklich bereit, aber wenn nicht jetzt wann dann? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

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Sonntag, der 26.November 2017 – wir sind am Entbindungstermin

Ich kann mich noch so gut an diesen Tag erinnern, als wäre er gestern gewesen. Ich war so aufgeregt und frustriert zu gleich. Wir waren am ET angekommen, aber irgendwie tat sich nichts, ausser das wir wirklich ALLE mit einem Magen-Darm-Virus flach lagen und ich ab und zu etwas wehte… Da mein Entbindungstermin auf einem Sonntag fiel, musste ich zur Kontrolle ins Krankenhaus. Ich zog mich an und fuhr los. Angekommen musste ich noch Stunden warten, irgendwann durfte ich dann zum CTG, dass völlig unauffällig war. Das war schon mal ein sehr gutes Zeichen! Kaum war ich fertig durfte ich auch schon zum Arzt rein und wurde nochmal untersucht, aus dem nichts riet er mir zur Einleitung und ich sollte doch schon da bleiben, aber genau das wollte ich nicht! Alle anderen Kinder mussten aufgrund ihrer Größe eingeleitet werden, da meine erste Geburt ein Not-Kaiserschnitt war. Unser große Maus hatte sich nicht richtig ins Becken gedreht und man vermutet es lag an ihrer Größe (55cm, 3900g und 39,5cm KU)

Aber dieses mal wünschte ich mir, dass der kleine Mann von alleine raus möchte und alles seinen Weg laufen würde. Man schätze den kleinen auf ca. 4000g und meine Plazenta hätte wohl schon etwas Verkalkungen!? sagt man das so? Aber dies sei wohl noch normal (nach 4 Schwangerschaften) und nur minimal. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich wusste nicht, wie ich mich JETZT entscheiden sollte und das auch noch ohne meinen Mann! Ich rief meinen Mann an und Wir entschieden uns gegen die Einleitung und machten einen neuen Termin für den nächsten Morgen um dann nochmal zu schauen und mit einer zweiten Ärztin zu sprechen.Wir genossen nochmal so richtig den Sonntag zu fünft und planten die Oma und Tante für den nächsten Morgen erstmal ein.

Ich machte mir mal wieder viel zu viele Sorgen, aber meine Hebamme nahm mir etwas die Sorgen und bat mich eine warme Wanne zu nehmen und den Bauch kräftig mit Babyöl zu massieren und danach schlafen zu gehen. Gesagt – getan! Die Nacht war mehr schlecht als recht… Geweckt wurde ich morgens vom hellen Licht draußen, ich schaute aufs Handy – es ist 6:07 Uhr, drehte mich nochmal um und dann ließ mich ein komisches Geräusch mich hochschrecken. Es Läuft in massen zwischen meinen Beinen und ich war mir jetzt gerade nicht sicher. Fruchtblase? oder Pipi? Ich hustete und es lief wieder schwallartig aus mir heraus. Lach! „Schatz, meine Fruchtblase ist geplatzt. Unser Bett wird nass, hol schnell ein Handtuch.“ Er ist im Schlaf aufgesprungen und durchs Haus gelaufen wie ein aufgeschrecktes Huhn… Ihr hättet ihn sehen soll. Ich konnte nicht mehr vor lachen! Ich durfte leider nicht aufstehen, da der kleine nicht fest im Becken lag. Mein Mann kam zurück und fragte nochmal was er machen sollte. Er hatte es wieder vergessen! „Erstmal eine mega lange Binde von Oben, die ich fürs Wochenbett gekauft habe, ein Handtuch für unser Bett und dann musst du mich untenrum nochmal frisch anziehen und DANN rufe bitte die Johanniter & meine Mama an. Die Johanniter müssen mich ins Krankenhaus fahren.“ ER war fix und fertig und man könnte meinen, er wird zum ersten mal Papa!

Irgendwann kamen auch die Johanniter und trugen mich die Treppen runter, in einem Sack! Ich wollte lachen und weinen. Irgendwie war das ganze nicht so lustig und angenehm, aber anders ging es leider nicht. Während mein Mann auf meine Mama wartete, damit sie die Kinder übernehmen konnte, fuhre ich schon los ins Krankenhaus, ich hatte wirklich keine einzige Wehe, nichts!

Kaum angekommen, ging es direkt als erstes ans CTG und bekam mein Zimmer und dann hieß es warten, warten auf die Wehen. Mein Mann kam auch schon kurze Zeit später hinterher, wir gingen unten in der Cafeteria frühstücken, schlugen die Zeit tot und warteten…Es war bereits Nachmittags und ich schickte ihn Heim zu den Kindern und ich konnte dann noch etwas Kraft tanken und schlafen… Ich hatte ab und zu mal eine Wehe, aber die waren wirklich nicht die rede wert, ich wusste es dauert noch ewig!

Gegen 17.30 Uhr rief mein Mann wieder an und sagte: „Er würde bald wieder losfahren, damit wir zusammen gemeinsam Abendbrot essen könnten.“ Ich sagte ihn immer wieder „Ach Schatz, brauchst du nicht. Bleib doch lieber noch bei den Kids, es dauert hier sicher noch Ewigkeiten.“ Nein, er blieb hartnäckig und wollte schon losfahren. Und jetzt kann ich euch sagen, er hatte es im Gefühl! Das Gefühl jetzt losfahren zu müssen. Wir legten auf und ich merkte schonkurze Zeit später die erste Wehe, die ich veratme musste. „Verdammt, was war das denn?“ Es war eh wieder Zeit fürs CTG und ich machte mich auf dem Weg zum Kreissaal, auf dem Weg dorthin musste ich wieder eine veratmen…

Kaum war ich im Kreissaal angekommen und die Hebamme mich im Empfang nahm, kam auch schon die nächste. Die Hebamme schlug vor, dass ich schon ins Wehenzimmer ziehen darf, dass sogenannte VOR-Wehenzimmer. „Super, dann kann das hier ja alles noch lange dauern.“ Dachte ich! Da kam wieder die ungeduldige Sarah in mir heraus. Ich wollte doch endlich mein Baby in den Arm nehmen, küssen und riechen. Hach.

27.NOvember 2017 ca. 18:00 Uhr

Ich hatte das Bedürfnis baden zu gehen und fragte die Hebamme ob es möglich sein… Sie machte einen Kreissaal fertig und lies mir schon das Wasser ein. Mein Mann kam auch zeitgleich dazu und schwups kam auch schon die nächste Wehe – Uiii die hatte es ganz schön in sich, ich musste sie richtig veratmen.

Ich kann euch gar nicht mehr genau sagen wie spät es war, aber es musste so kurz nach 18 Uhr sein, als ich in  die Wanne stieg. Kaum war ich in der Wanne kamen die Wehen, alle 1-2 min. So krass!!! Ich hatte kaum noch Wehenpausen… “ Ich zerreisse innerlich“ schrie ich. Ich beruhigte mich und atmete tief ein und aus. Welle für Welle… Ich hatte die Wehen besser in Griff durch meine gezielte Atmung. Ich konzentrierte mich nur auf mich und meinem Baby, alles rundherum war still! Die Hebamme lies uns völlig in ruhe, nur wir drei! Genauso wollte ich es.

Ich bekam den Drang zu drücken und fragte die Hebamme „Ob es jetzt schon sein kann?“ Sie sagte nur „Sarah, wenn du es so im Gefühl hast, dann schiebe langsam mit jeder Wehe mit“ Ich schob mein Baby langsam und nach ganzen drei weiteren Wehen wurde der kleine Mann – Für mich so Plötzlich – nach nur 30 Minuten um 18:46 Uhr geboren. Ja er ist wirklich da und in der Badewanne! Ich war so Überrascht & glücklich. Ihr hättet mal mein Mann sein Gesicht sehen sollen. Der konnte es am wenigsten fassen, fast wäre er zu spät gekommen, wenn er auf mich gehört hätte!

Ich habe unser Baby selber mir auf die Brust gelegt, ihn angeschaut & ihn ganz feste in arm genommen und seinen einzigartigen Babyduft inhaliert. Leider war es Zeit aus der Badewanne raus zukommen, die Nachgeburt musste so langsam geboren werden… Nachdem die Nachgeburt da war, ich versorgt war, wurde unser wunderschöner Junge, der den Name Pepe Oscar trägt, gewogen & gemessen. Ganze 52cm und 3475g brachte er auf die Waage und das wichtigste – Er ist Kerngesund.

 

 

Jetzt hesst es endlich für uns Kuscheln & genießen

Wir verbrachten zwei weitere Stunden im Kreissaal, nur wir drei! Das schönste Gefühl überhaupt, ich war so unendlich Glücklich und so aufgeregt wie die drei größeren Geschwister ihren kleinen Bruder finden würden und ganz besonders neugierig war ich auf die Reaktion vom Minimann… „Wird er eifersüchtig sein?“ Irgendwie macht man sich während der Schwangerschaft immer viel zu viele Sorgen.

Am Nächsten morgen war es soweit. Das erste Kennenlernen. Es war absolut bezaubernd und dieser Moment als die drei großen Mäuse ins Zimmer kamen und diese Freude in den Augen hatten, war magisch! Ich bekomme jetzt schon wieder bei dem Gedanken Tränen in den Augen. Er wurde von erster Sekunde an geliebt und wird hier von allen umgarnt, ganz besonders vom Minimann. Er kann nicht mehr ohne seinen kleinen Bruder, sogar eingeschlafen wird seit der Geburt zusammen.

 

Wir dürfen HEim

Nach 2 Tagen durften wir endlich Heim (eigentlich erst nach drei Tagen), die Kinderärztin kam aber Abends extra nochmal gegen 21 Uhr zu uns und machte die U2. Und das nur, damit wir schon nach Hause fahren durften. U2 erfolgreich bestanden & das Stillen klappte super. Wir hatten das GO… JA! ich war so aufgeregt. aufgeregt auf unsere erste Nacht Zuhause. Ich packte unsere Kliniktasche wieder zusammen, zog unserem Baby seine ersten Sachen an, legte ihn in seine Babyschale und fuhren Heim. Heim zu unseren anderen drei Kindern…

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Ein neuer Lebensabschnitt beginnt – Wir sind jetzt Sechs. Das klingt Traumhaft!

 

 

 

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Comments (4)

  1. Das ist ein sehr toller Geburtsbericht. Für euch unvergesslich. Und nach deinen/ euren Vorstellungen.
    Unser Bauchgefühl ist das auf was wir viel mehr hören sollten, viele hören es nicht oder überhören es, warum auch immer. Aber dieses Gefühl täuscht uns nie! Liebe Grüße

    1. Vielen lieben Dank Jacqueline,
      Ja für uns ist dieser Geburt wirklich unvergessen. Ich hab voll und ganz auf meinen Körper vertraut und alles nach meinem Gefühl gemacht. Es war so eine wunderschöne Geburt.Ich danke dir sehr!
      Liebe Grüße Sarah