Baby & Kind Family

Mit jedem Kind! Wird es wirklich einfacher?

Werbung- In liebervoller Zusammenarbeit mit Fisher Price

Ganz oft bekomme ich die Frage, ob es wirklich mit jedem Kind einfacher wird. Hätte mir damals jemand erzählt, dass ich irgendwann mal vier wundervolle Kinder haben würde, hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt. Ich und vier Kinder? Das würde ich doch niemals schaffen. Ich bin selbst als Älteste in einer Großfamilie aufgewachsen und fand es faszinierend wie meine Mum das alles schaffen konnte!? Zurückblickend betrachtet kann ich heute eine Antwort darauf geben. Planung, Organisation und ein gemeinsames Hände reichen. Für mich als Älteste war es nicht immer einfach, aber ich kann sagen, es war eine schöne Zeit.

Heute bin ich selbst Mama von vier Kindern. Die Umstellung von keinem Kind auf ein Kind war die größte Herausforderung für mich, alles neu. Ganz besonders die Schwangerschaft war unglaublich emotional, ich deutete jedes Zwicken und Zwacken völlig falsch, war dezent mit dieser Situation überfordert. Dennoch war es gleichzeitig eine unglaublich, magische Zeit. Ja, einer der schönsten Lebensabschnitte.

Als ich dann zum zweiten und dritten und vierten Mal Mama wurde, war es so, als wenn ich alles schon konnte und handelte instinktiv. Die ersten Wochen brauchten wir ein wenig Zeit um uns als Familie neu zu finden, aber es war, als wären wir schon immer alle zusammen gewesen. Einfach wundervoll. Jede weitere Schwangerschaft war immer wieder ein großes Wunder, sie waren alle verschieden, aber man wird entspannter und macht sich weniger Sorgen. Man genießt einfach mehr und ich wurde auch von Geburt zu Geburt einfach entspannter und vertraute auf meinem Körper. Ich kann mich genau an die Umstellung von Kind Nummer 2 auf Kind Nummer 3 erinnern, zwischen den beiden liegen etwas über sieben Jahre. Ich hatte das Gefühl alles verlernt zu haben, weil die Babyzeit schon so lange her war und dazu ist unser dritter ein Junge, nach zwei Mädchen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es kaum einen Unterschied machte. Allerdings ist die größte Herausforderung mit den dreien das morgendliche Fertigmachen: drei Kinder anziehen, nebenbei stillen, Frühstück vorbereiten und die Mädels zur Schule bringen… Puh. Es spielt sich irgendwann ein, aber in Zeitdruck komme ich heute noch, auch wenn ich immer früher aufstehe, WEIL kein Morgen ist wie der andere, irgendwas ist ja immer. Hihi! Unsere Abende sind immer recht entspannt, nur seit der Kleinste, Nummer vier auf der Welt ist, braucht es ein wenig mehr Zeit und Organisationstalent. Beide Jungs gehen immer zur selben Uhrzeit ins Bett und werden in den Schlaf begleitet, ohne Einschlafbegleitung würde es hier niemals funktionieren. Beide schlafen getrennt voneinander, Toni bringt oft den Großen bei uns im Bett zum Schlafen und ich den Kleineren in seinem Bettchen. Anfangs klappte das gemeinsame Einschlafen richtig gut, aber das wurde irgendwann zum reinsten Theater, es dauerte unendlich lange und die Jungs schaukelten sich immer gegenseitig hoch… Wir haben unser Abendritual gefunden und es klappt richtig gut so und wenn Toni mal später heim kommt, bringe ich die Jungs nacheinander ins Bett, weil wenn einer von uns nicht da ist, klappt es immer erstaunlich gut so! Kennt ihr das auch?

Vier Kinder später…

Beim ersten Kind ist man noch so ziemlich „übervorsichtig“, der erste Schnupfen, die erste Impfung und der erste Sturz, all das ist für uns Eltern eine hochemotionale Phase und der Gedanke damals, mein Kind würde Sand essen und die Natur im wahrsten Sinne probieren, machte mir wirklich Angst. In meinem Kopf malte ich mir schon gleich den nächsten Magen-Darm-Virus aus und jetzt vier Kinder später bin ich so entspannt, ich lasse sie die Welt erkunden, laufe nicht mehr bei jedem Schnupfen zum Arzt und bleibe ruhig, wenn sich eines meiner Kinder weh tut. Eins hat sich nicht geändert. Impfungen! Da bin ich immer noch sehr übervorsichtig und bin froh, wenn wir es hinter uns haben, ich leide da immer sehr mit.

Und da sind dann noch die anderen Ängste, die man auch als Mehrfach-Eltern hat. Mit jeder Schwangerschaft kamen auch die FRAGEN, die Fragen, die sich glaube ich alle Eltern stellen. Egal ob eins, zwei, drei oder sechs.

  • Werde ich den anderen Kindern gerecht?
  • Wie reagieren die anderen Kids auf ihr neues Geschwisterchen
  • Schaffe ich alles?
  • Wie sieht es mit uns als Paar aus?

Ich kann euch sagen diese Fragen sind völlig normal, aber total unbegründet. Sobald die Kleinen da sind, fügt sich alles, wir handeln nach unserem Gefühl und das ist das, was uns von der Natur aus mitgegeben wurde. Es wird Phasen geben, die nicht leicht werden, auch als Paar und Eltern werden wir wachsen, wir werden nicht immer alles richtig machen, ja wir dürfen Fehler machen und schon gar nicht müssen wir perfekt sein. Wichtig ist, dass wir uns selbst reflektieren und aus diesen Situationen lernen.

Und dann ist da immer noch diese Frage: Wächst man mit jeden Kind?

Meiner Meinung ganz klar JA! ich bin sprichwörtlich gewachsen. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich habe gelernt, Situationen so zu nehmen, wie sie gerade passieren, ich bin viel geduldiger und ruhiger geworden. Habe wirklich gelernt was Leben heißt. Nicht nur ich hab meinen Kindern das Leben gezeigt, sondern sie mir auch!

Das Familienleben bei uns braucht eine gute Tagesplanung, ohne Terminkalender geht hier nichts mehr, abends wird gemeinsam der nächste Tag besprochen und einmal die Woche unser Wochenplan/Essensplan gemeinsam gemacht. Ich sag euch Einkaufen und verreisen wird mit jedem Kind schwieriger. Da bin ich definitiv nicht gewachsen, es bleibt mein persönlicher Horror.

Das höchste Gut, sind unsere Kinder.

Unsere Kinder haben unsere Familie erst richtig komplett gemacht und ja wir reden über mehr Kinder, für uns ist es das wertvollste und schönste im Leben. Wunderschöne Momente warten auf uns da draußen, gemeinsame Ausflüge und ganz besonders unsere Familien-Sonntage, an denen viel gelacht, getanzt und gespielt wird. Hier kann ich euch für Kinder bis ins Vorschulalter übrigens die Spielzeuge von Fisher-Price sehr empfehlen.Wir besitzen selbst einiges davon und Fisher-Price begleitet mich bereits seit meiner Kindheit! Kennt ihr noch das ultra, coole Telefon auf Rädern vom Fisher-Price? Ich hab es geliebt.

Meine Fragen an Familiencoach Heike Kuhl

Heike Kuhl ist systemischer Familiencoach bei Fisher Price und ich durfte ihr ein paar Fragen zum Familienleben stellen. Ich habe Fragen gewählt, die sehr passend für eure Fragen an mich fand.

Liegt es in der Natur der Frau, dass sie stetig mit jedem Kind wächst und entspannter wird?

Nicht in der Natur der Frau, aber in der Natur des Menschen liegt natürlich, dass Prozesse, die wir wiederholen in den Autopilot übergehen. Insofern werden wir vielleicht etwas unaufgeregter und wachsen natürlich an den Herausforderungen, die wir bewältigen. Aber je größer unsere Neugierde daran ist, Themen mit unseren Kindern, wirklich lösen zu wollen, umso größer ist unser Wachstum. Entspannter werden Frauen nicht automatisch mit jedem Kind. Das ist zum einen eher eine Typsache. Es gibt genauso Beispiele von Frauen, die mit jedem Kind angestrengter werden. Zum anderen ist es vor allem eine Sache der Motivation. Wer den Anspruch und Wunsch an sich hat, entspannter zu werden, wird Mittel und Wege dafür finden.

Gibt es spezielles Spielzeug/Spiele, die das miteinander unter Geschwistern fördert?

Ich bin ein großer Fan von Spielsachen reduzieren, bzw. gut auswählen und Raum für Phantasie lassen. Jeder hat ein Recht auf Langeweile und wo Raum ist, darf bzw. muss die Kreativität sich was einfallen lassen. Meine Beobachtung in jahrelanger Befragung von Jugendlichen nach Spielen in der Kindheit, ist immer das besonders viel Verbindung durch Rollen- und Phantasiespiele mit Geschwistern entsteht. Im System Familie hat jeder seine Rolle. Diese dürfen im Spiel verändert, vergrößert und verlassen werden, was gut tut und Verbindung schafft. Genauso fördern gemeinsame Unternehmungen das Miteinander. Traut euren Kindern etwas zu, was sie zusammen hinbekommen dürfen. Zusammen alleine bleiben, im Restaurant das Essen zusammen bestellen, jemanden zusammen ansprechen und fragen oder zusammen S-Bahn fahren. Es gibt zahlreiche Beispiele. Kleine Herausforderungen gemeinsam bewältigen fördert das Miteinander. Durch Gesellschaftsspiele übt man miteinander zu gewinnen und zu verlieren und das man es überlebt, wenn man verliert und gemeinsam drüber lachen kann. Wenn die Großen den Kleinen vorlesen, kann es ein schönes, kuscheliges und intimes Miteinander sein. Und natürlich gemeinsam Sport treiben, das schafft Dynamik, Motorik und Gemeinschaft. Die gemeinsamen Streitereien unter Geschwistern können sehr anstrengend sein, aber auch hier schaffen sie Verbundenheit und lernen in sicherer Verbindung sich auseinander zu setzen. Streiten will gelernt sein.

Gibt es den perfekten Zeitpunkt für den Kitastart? Gerade bei Kindern mit mehreren Geschwistern?
Ich hab das Gefühl Pepe ist meinen 19 Monaten mehr als reif für die Kita und oftmals unterfordert Zuhause. Durch seine drei Geschwister Ist er ziemlich weit, sprachlich sowie motorisch.

Es gibt so viele richtige Zeitpunkte, wie es Individuen und Lebenssituationen gibt. Der Zeitpunkt ist der richtige, der auch für dich/euch der richtige ist. Es kann sein, dass es für Pepe jetzt genau unterstützend ist, weil er dann neue Herausforderungen bekommt. Und – es muss für dich auch richtig sein. Du musst dich gut damit fühlen. Denn du bildest den Kontext für dein Kind. Wenn es dir damit nicht gut geht, wird Pepe das spüren und dann kann es für ihn auch nicht richtig sein. Insofern ist der perfekte Zeitpunkt für den Kitastart dann, wenn dein Kind, so wie vielleicht Pepe, soweit ist und du bzw. ihr als Eltern es auch seid. Achtet nur darauf, dass ihr die Eingewöhnung behutsam macht, wenn euer Kind noch klein ist. Liebe, Geduld und Sicherheit sind dabei ganz wichtig. Dazu gehört auch, dass der Elternteil, der die Eingewöhnung macht, nicht auf heißen Kohlen sitzt, los zu müssen. Manchmal ist es auch unterstützend für dein Kind, wenn die Eingewöhnung der Elternteil macht, dem es weniger schwer fällt.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Heike Kuhl und Fisher Price.

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